Der Petrusberg über Begunje oder „Warum sich Slavko Avsenik einen Geländewagen kaufte.“


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Eine Wanderung auf den Petrusberg gibt die Antwort.

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Der Petrusberg mit seiner kleinen Kirche auf 839 m ist wohl einer der schönsten Aussichtspunkte der Oberkrain. Er tront über Slavko Avseniks Heimatdorf Begunje. Ein Wanderweg beginnt gegenšber der Avsenik-Gastwirtschaft und führt hinauf, eine knappe Stunde sollte man dafür einplanen.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.40.38.pngIch hab das Glück, Sašo Gašperin, Wanderführer und Chef des Tourismus-Center Begunje gut zu kennen. Er wird mit mir hinauf steigen und hat mir dabei ein unvergessliches Erlebnis versprochen.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.46.55.pngDer Petrusberg war der Lieblingsberg von Slavko Avsenik, schon als Kind war er oft dort oben. Er liebte die unglaublich schöne Aussicht, die man von dort hat, über Bled mit seinem See bis zum Triglav oder zur anderen Seite auf das Dorf Begunje und das gesamte Radovljica Becken. Aber das Wichtigste: Dort oben lebt seit 5 Jahren in der Messnerei der Petruskirche ein bezauberndes Paar: Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.49.11.pngMilka Močnik und Milan Misir. Milka scheibt, hat drei Poesiebücher veröffentlicht, Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.55.10.pngSie betreiben noch eine kleine Landwirtschaft,Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.57.17.pngkümmern sich um die Kirche und haben dort oben zwei Kinder großgezogen, die Sommers wie Winter zu Fuß zur Schule gehen mussten. Und die Winter können dort hart sein.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 14.54.46.pngMilkas Sohn Marko aus erster Ehe hat es mittlerweile immerhin zum Professor für Philosophie gebracht.

Das alles führte dazu, dass er sich Slavko einen Geländewagen kaufte. Er wollte, besonders in seinen letzten Jahren, jede freie Minute mit seinen guten Freunden an diesem Platz verbringen.

Der Glockenklang der Kirche inspirierte Slavko auch zu einem seiner bekannten Stücke: „Die Glocken von St. Peter“, das er für seinen Enkel Sašo geschrieben hat. Dazu veranlasste er, dass das Geleute der Glocken aufgenommen wurde, um ihm beim Komponieren als Inspiration zu dienen. Er hat fast jedem Berg hier ein Werk gewidmet.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 14.43.06.pngBildschirmfoto 2017-09-15 um 14.55.29.pngDiese Fotos von den letzten Treffen in der Messnerei stammen vom Oktober 2014, also kurz vor seinem Tod.

Milkas Vater, der Oberjäger der Region, war mit Slavko Avsenik sehr eng befreundet. Slavko begann von nahezu jedem Konzertort in der ganzen Welt eine Postkarte an ihn zu schreiben und Milka hat sie alle in einem dicken Album aufgehoben.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.55.10Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.59.40.pngIch durfte es mir anschauen. Den Besuch bei diesen bezaubernden Menschen werd ich nicht vergessen.

Danach wartete die nächste Überraschung: Die Kirche des Heiligen Petrus – ein unglaublicher Kulturschatz. Auf dem Berg gibt eine prähistorische Höhle, der man schon immer magische Kräfte zuschrieb. Keltische Funde und römische Opfergaben fand man hier.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.33.pngBildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.33.pngUnd dieser Kultplatz dürfte auch der Grund gewesen sein, dass man hier um 1400 begann, eine Kirche zu bauen. Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.07.03Die berühmten Fresken stammen vom Meister Jernej aus Skofa Loka und sind bereits um 1500 entstanden. Die Kirche war ein wichtiger Pilgerort. Die ersten, von Pilgern in die Fresken geritzten Daten beweisen das.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.02.pngEin paar hundert Meter weiter hinauf kommt man zur Sankaška Koča, zur Schlitten-HütBelohnt mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Bled See und dahinter die Julischen Alpen mit dem Triglav. Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.15.28.png

Die Entstehung der Hütte hat auch viel mit Slavko Avsenik zu tun. Die Jungens von hier hatten die Aufgabe, im Winter das Heu mit Schlitten ins Tal zu bringen –  mit dem Effekt, dass sie alle gute Schlittenfahrer waren, auch Slavko Avsenik. Der harte Job wurde dann auch zum Hobby und so war es kein Problem, Slavko zu überzeugen, dass sie hier oben eine Hütte brauchten. Slavko gab auf dem Petrusberg ein großes Konzert und mit dem Erlös wurde die Hütte gebaut und natürlich widmete er ihr auch ein Musikstück: Die Sankaška Polka. Hier klicken zum Anhören.

Ein unglablicher toller Tag liegt hinter mir. Danke Sašo, Milka und Milan.

Wer mit Sašo gern auch einmal so etwas unternehmen möchte: Er ist zu buchen: www.begunje.si oder begunje@radolca.si

Links:  Tourismus Info Radovljica  –  Tourismus Info Begunje (Sašo)  –  Petrusweg   – Gostilna Avsenik

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Der längste Tag, die kürzeste Nacht und ein großes Fest in Begunje bei Radovljica.


Die Slowenen sind lebenslustige Leute, denen jeder Grund, ein Fest zu feiern, willkommen ist. Die Johannis-Nacht ist eigentlich die Nacht, in der die Geburt von Johannes, dem Täufer gefeiert wird, die Nacht vom 23. auf den 24. Juni. Das ist aber gleichzeitig auch der Zeitpunkt der Sommersonnenwende, der in vielen Ländern gefeiert wird – so auch hier in der Oberkrain.

In Begunje, nahe Radovljica – der Heimat Slavko Avseniks – findet dazu im Schein der Sonnenwendfeuer ein besonderes Fest statt, an dem man einmal teilnehmen sollte. Gefeiert wird in der Burgruine Kamen. Es gibt kaum einen magischeren Ort für ein derartiges Fest, als diese Burg. Der Schein der Feuer und die Schatten an der Burgmauer lassen die alten Hexengeschichten und Legenden rund um die Burg Kamen wieder aufleben.

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Auf einem Felsvorsprung am Ende des Dorfes Begunje, am Eingang des Draga-Tals, stehen die malerischen Ruinen der Burg Kamen. Der jahrhundertealte Hüter des Saumpfades erwartet Sie in erhabener Lage mit einem erhaltenen romanischen Turm und wuchtigen Ruinen von Zubauten aus der Gotik und Renaissance. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg von den Grafen von Ortenburg gebaut. Da sie hier nicht  ansässig waren, wurde die Burg von Aufsichtsbeamten (Kastellanen) verwaltet. Im Jahr 1418 kam sie in den Besitz der Grafen von Cilli, im Jahr 1436 in den Besitz der Lambergs.

Der älteste Burgteil ist der quadratförmige romanische Turm im nordwestlichen Teil. Im 14. Jahrhundert haben die Ortenburger im gegenüberliegenden, ein wenig niedrigerem Teil des Felsrückens einen gotischen Palas mit Räumen in vier Etagen erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde zwischen ihnen noch ein zentraler Renaissancepalas mit Innenhof gebaut. Der Südhang unter der Burg war für Terrassengärten bestimmt, im unteren Teil gab es einen Wirtschaftsgebäudekomplex mit Mühle und Säge.

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Die Feier beginnt am Nachmittag mit Aktivitäten für die Kinder. Die Vorführungen von Handwerken, Bräuchen und Kulinarik, die Musik und das Kulturprogramm dienen als Einführung vor dem großen Ereignis, dem Anzünden des großen Feuers vor der Abenddämmerung. Der Charme der Johannisnacht lockt viele Einheimische und andere Besucher an. Die Burg Kamen, die während des Jahres in Ruhe und Stille eingewickelt ist, wird in dieser Nacht wieder zum Mittelpunkt des Geschehens.

Der 23./24 Juni lässt sich gut mit dem folgenden Wochenede verbinden und da bietet sich rundherum noch eine ganze Menge Möglichkeiten an. Vom Besuch des Avsenik Museums, wunderbaren Wanderungen oder den Köstlichkeiten der Gostilnas hier und in Radovljiva.

 

Radovljica und das Glück auf dem Rücken der Pferde.


Aktiv-Urlaub für Pferdefreunde – kein Problem hier.

Ein nostalgischer Ausflug in meine Fotoalben hat mich auf die Idee gebracht, mich in Richtung Pferdesport einmal hier umzuschauen – er war einmal ein wichtiger Teil meines Lebens.

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Und ich bin reichhaltig fündig geworden, was nicht verwundern sollte. Slowenien hat eine große Pferdetradition – ich erinnere  nur an die Urheimat der Lipicaner. Das Gestüt ist mitten in einer der schönsten Gegenden Sloweniens. Und meine Entdeckung ist nun das Voralpenland um Radovljica als aufregender Urlaubstip für Pferde- und Reitsportfreunde.

Radol’ca bietet alle Möglichkeiten für Pferdeliebhaber:  Man kann sich in unmittelbarer Nähe von Pferde-Gutshöfen einquartieren, an Reitkursen für Anfänger oder Fortgeschrittene teilnehmen, auch an Springreitkursen, organisierten Geländereiten mit erfahrenen Führern oder an Kutschenfahrten. In der Gesellschaft von Pferden kann man die Hochebene Jelovica, das Lipnica-Tal und die Haine entdecken oder sich auf eine der Almen in den Karawanken begeben. Eine Fahrt im Zweispänner durch die Dörfer auf der Ebene von Radovljica oder auf dem Weg des Kulturerbes nach Žirovnica oder aber sogar bis nach Bled kann zu einem idyllischen Erlebnis werden. Angeboten wird auch natürlich auch therapeutisches Reiten.
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In Mošnje befindet sich das Lipizzaner-Züchterhaus Barbana, in der Gemeinde gibt es auch mehrere Züchter von Vollblutarabern mit internationalen Lizenzen.

Also auch Pferdefreunde finden hier ihr volles Programm und wem das nicht reicht, der kann das Urlaubsprogramm mit vielen anderen Freizeitaktivitäten bereichern und sich dann noch dazu mit den gastronomischen Köstlichkeiten der Region belohnen. Die Links geben Auskunft über das gesamte Outdoor-Angebot dieser Gegend und die Adressen der Pferdehöfe hab ich für euch rausgesucht. Hier hilft man gern bei der Planung eines Reiturlaubs weiter – und ganz nebenbei: Die Preise stimmen! Lassen Sie sich überraschen.

Reitklub Lesce-Bled, Alpska cesta 109, Lesce
M: +386 (0)41 675 482, E: kk.lesce.bled@gmail.com, W: www.hipodromlesce.si
Angebot: Geländereiten, Reit- und Springreitschule, Hippotherapie, therapeutisches Reiten, Workshops für Kinder
Reitzentrum Mošnje, Mošnje 2b, Radovljica
M: +386 (0)31 359 202, F: +386 (0)4 531 51 29, E: sasa.krainer@gmail.com, W: www.hipodrom.si
Angebot: Geländereiten, Reit- und Springreitschule, alternative Reitschule
Reitverein Dalija, Lancovo 10, Radovljica
M: +386 (0)41 750 660, E: lidija.grum@dalija.si, W: www.dalija.si
Angebot: Geländereiten, Reit- und Springreitschule, Workshops für Kinder
Lipizzaner- Züchterhaus Barbana, Globoko 2a, Radovljica
M: +386 (0)41 675 453, E: barbana@siol.net, W: www.barbana.si
Angebot: Kutschenfahrten, Barockreiten
Bauernhof Bršca, Poljče 23c, Begunje na Gorenjskem
M: +386 (0)41 730 967, E: ursa.zbontar@s5.net
Angebot: Geländereiten, Reitschule, Kutschenfahrten
Ranch Vihar, Zgornji Otok, Begunje na Gorenjskem
M: +386 (0)41 750 660, E: ranch.vihar@gmail.com, W: www.ranc-vihar.si
Angebot: Geländereiten, Reitkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Programme für Kinder, Workshops und Feste, Picknickplatz

Der Duft wilder Narzissen…


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Es scheint, dass der Winter noch einmal kurz zurückkommen will hier in der Region, trotzdem – warm anziehen und raus auf eine kleine Wanderung mit einer großen Überraschung:

Unweit von Radovljica, inmitten der Bergwelt der Karawanken, nahe der österreichischen Grenze am slowenischen Ausgang des Karawankentunnels, liegt Jesenice. Dieses kleine Städtchen ist aus der Vergangenheit bekannt durch seinen historischen Eisenerz-Abbau. Aber da gibt es noch einige erwähnenswerte Dinge: Der „Hausberg“ von Jesenice ist der Golica, zu deutsch der Kahlkogl. Fans von Avsenik kennen ihn, weil Slavko ihm sein wohl berühmtestes Werk gewidmet hat: „Na Golici“ – auf dem Golica, zu Deutsch besser bekannt als das „Trompetenecho“.

Jesenice ist der beste Ausgangspunkt für eine Reihe wunderbarer Wanderwege hinein in die Welt der Karawanken. Unter anderem beginnt man hier auch auch am besten die Wanderung hinauf auf den Golica.

Mit dem Auto gehts von Jesenice hinauf auf die Planina Podgorico, die Golica Alm. Und von hier beginnt die Wanderung. 11 nicht sehr anspruchsvolle Kilometer, die aber die hier versprochene Riesen-Überraschung bergen. 2 Stunden, 20 Minuten kann man bis zum 1835 m hohen Gipfel veranschlagen. Auf halben Weg auf 2.500 m lädt die urige Golica-Hütte zu einer kurzen Rast ein. Hat šbrigens schon offen! Von hier aus auf den Gipfel hinauf führt uns der Weg Ende April und den ganzen Mai hindurch durch ein einmaliges Wunder der Natur, für das sich der Ausflug über die Grenze immer lohnt: Die südlichen Ausläufer des Golica sind bedeckt mit wilden Narzissen! Eine derartige Dichte und Pracht findet man so schnell nicht mehr.

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Ein atemberaubender Anblick, der von der traumhaften Aussicht vom Golica Gipfel kaum getoppt werden kann.

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Von hier oben öffnet sich eine der schönsten Aussichetn auf die Kawanken und auf die Julischen Alpen. An schönen Tagen sieht man bis ins Becken von Ljubljana. Auf dem Abstieg zischt dann das Bier in der Golica-Hütte besonders gut.

Ich kann die Tour nur empfehlen. Sie ist wirklich nicht besondes schwierig – sogar ich hab sie geschafft – ist auch für Familien mit Kindern machbar.