Sloweniens und speziell Radovljica’s kulinarischer Herbst steht vor der Tür.


Ich habs ja schon oft gesagt, der Herbst ist die beste Jahrezeit für einen Slowenien-Trip. Nicht nur zum Wandern oder Bergsteigen. Im Herbst kommen Feinschmecker ganz speziell auf ihre Kosten. Über die Entwicklung der slowenischen Gourmet-Szene wurde bereits viel geschrieben, mit Recht, denn was sich hier abspielt, muss man einfach selbst erleben.

Eines der wichtigsten kulinarischen Ereignisse ist sicher die Aktion „So schmeckt Radovljica“ im November.

Bildschirmfoto 2017-10-06 um 10.57.58.pngAber zuvor beginnt der Auftakt mit einer sensationellen Aktion, die sich über ganz Slowenien erstreckt: Teden Restavracij – Die Woche der Restaurants – vom 13. bis 22. Oktober. Die besten 95 Häuser Sloweniens nehmen daran teil. Die Regeln entsprechen denen, die auch für „So schmeckt Radovljica“ gelten. Ein mindestens dreigängiges Gourmet-Menü, slowenische Küche, durchaus auch in moderner Interpretation, aus frischen Produkten einheimischer Lieferanten. Und das Beste: Menü-Preis: 17,- Euro, überall in allen teilnehmenden Häusern! Wer das icht ausnützt, für 17,- Euro in einem der slowneischen Gourmettempel zu dinieren, ist selbst schuld. Ich denk da an das Strelec in Ljubljana, Vila Podvin in Mošnje bei Radovljica oder das Sonet und Krištof in Kranj.Bildschirmfoto 2017-10-06 um 10.47.28.pngAlles über die Teilnehmer finden Sie hier:  http://vivi.si/tedenrestavracij/ Und auf dieser Seite können Sie auch gleichzeitig Reservierungen vornehmen.

So schmeckt Radovljica

… ist echt der kulinarische Hammer in Sloweniens schönster Region, der Gorenjska, der Oberkrain. Das Gaumenfest beginnt mit einer Weinverkostung und einem fünfgängigen Eröffnungsmenü in der Gostilna Tulipan in Lesce am 27. Oktober. Dieses Menü wird  von allen 9 Chefs der teilnehmenden Häuser gemeinsam zubereitet und verspricht ein ganz besonderes Vergnügen. Noch buchbar direkt im Tulipan.

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Die 9 Teilnehmer in und rund um Radovljica sind: Vila Podvin, Restavracija Lambergh, Gostilna Kunstelj, Gostilna Lectar, Gostišče Tulipan, Joštov hram, Gostilna Avguštin, Gostilna Pr Tavčar und Gostišče Draga.

Bildschirmfoto 2017-10-06 um 11.52.55.pngDie Restaurants sind mit der stilisierten Radolca-Biene gekennzeichnet.

Es gibt auch eine kleine Broschüre die man beim Tourismus-Center bestellen kann. Alle Häuser sind kurz beschrieben und man findet dort auch die Rezepte zu Nachkochen der Spezialitäten der einzelnen Teilnehmer. Zum Durchblättern auf den Broschüren-Titel klicken:

Bildschirmfoto 2017-10-06 um 13.06.11.pngDie Regeln sind die gleichen wie bei der Woche der Restaurants, es geht den ganzen November hindurch, jeden Tag und auch hier gilt der Menü-Preis von 17,- Euro.

 

So schmeckt Radovljica endet am 2. Dezember mit einem Street food-Fest auf dem mittelalterlichen Marktplatz von Radovljica, der zu dieser Zeit bereits in weihnachtlichem Ornament erstrahlt. Bildschirmfoto 2017-10-06 um 13.03.44.pngAuch hier präsentieren sich noch einmal alle Teilnehmer  und dieses Fest verspricht ein  kulinarisches Ereignis mit einem ganz besonderen Flair, auf das ich mich schon riesig freue.

Die Links:  Radovljica  –  So schmeckt Radolca  –  Vila Podvin,   Restavracija LamberghGostilna Kunstelj,   Gostilna Lectar,   Gostišče Tulipan,   Joštov hram, Gostilna Avguštin,   Gostilna Pr Tavčar   und   Gostišče Draga.   Die Woche der Restaurants in ganz Slowenien

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Radovljica’s Weihnachtsglanz und ein Herz für Radovljica.


Bildschirmfoto 2016-12-09 um 12.36.48.png Radovljica hat sich weihnachtlich geschmückt. Die wunderbare Altstadt ist wie geschaffen für die Adventswochenenden mit dem verzauberndem Christkindl-Markt und den festlichen Veranstaltungen für Groß und Klein. Nicht ohne Grund hat Radovljica dieses Jahr die Herzen für sich entdeckt.

Bildschirmfoto 2016-12-09 um 12.02.27.pngBildschirmfoto 2016-12-09 um 12.03.49.pngDas 250 Jahre alte Lebkuchenmuseum in der Gostilna Lectar öffnete nach einer kurzen Rennovierungspause gestern wieder seine Türen. Jože und Lili Andrejaž, die Besitzer des Lectar, hatten dazu eine hervorragende Idee: Sie suchten für die Wiedereröffnung alte Lebkuchenherzen mit einer kleinen Geschichte dazu. Über 100 dieser Herzen kamen im Laufe des Jahres an, viele mehr als 50 Jahre alt.

Bildschirmfoto 2016-12-09 um 12.27.15.pngZu dieser kleinen Feier haben die Andrejažs die Besitzer der ältesten Herzen zu einem kleinen, feinen Abendessen eingeladen. Ich durfte dabei sein.

bildschirmfoto-2016-12-09-um-12-27-34Bei diesem Essen wurde das älteste Lebkuchenherz präsentiert und seine stolze Besitzerin erzählte dazu ihre romantische Geschichte rund um dieses Herz: Sie war vor 65 Jahren als blutjunge Studentin in Ljubljana, lernte dort den Mann für ihr Leben kennen. Man heiratete und bei einem kleinen Ausflug nach Radovljica schenkte er ihr ein kleines Lebkuchenherz, das all die 65 Jahre in Ehren gehalten wurde.

So wie Radovljica zur Weihnachtszeit glänzt auch das Lebkuchenmuseum wieder und nach dem Essen gab es eine interessante Vorführung im Museum. Man konnte lernen, wie der Teig hergestellt wird, das Ausstechen und Backen der Herzen und das Verzieren beobachten und dann auch noch probieren. Lecker….

Bildschirmfoto 2016-12-09 um 12.28.14.pngDie Gemeinde Radovljica samt Bürgermeister Ciril Globočnik gab sich danach auch noch die Ehre. Im Gemeindesaal gab es eine Feierstunde zur Wiedereröffnung des Museums, bei der neben der Besitzerin des ältesten Herzens auch das Ehepaar Lili und Jože Andrejaž für ihre Verdienste um den Tourismus in Radovljica mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet wurden.

Bildschirmfoto 2016-12-09 um 12.26.17.pngIn der Lebkuchenbäckerei mit ihrer alten Einrichtung, werden auf traditionelle Weise und nach alten Rezepten immer noch echte Lebkuchenherzen hergestellt. Im Museum kann man sich die Herstellung von Lebkuchenherzchen, alte Backformen und Lebkuchen-Produkte ansehen, die man dann auch kaufen kann.

Die Lebkuchenbäckerei kann man während der Öffnungszeiten des Gasthauses besichtigen und dabei den Erklärungen über die Herstellung und die Geschichte dieses Handwerks zuhören. Geöffnet ist es jeden Tag (außer Dienstag) zwischen 12.00 und 22.00 Uhr.

So schmeckt Radol’ca in der Vila Podvin.


Bildschirmfoto 2016-11-27 um 11.50.51.pngBevor dieser kulinarische November hier in der oberkrainer Region rund um Radovljica zu ende geht, haben wir noch schnell eines der Highlights dieser Aktion besucht: Die Vila Podvin in Mošnje. Feinschmeckern ist Uroš Stefelins Gourmet-Tempel ein Begriff. Ein befreundetes Ehepaar aus Deutschland, das es – so wie mich – beruflich nach Slowenien verschlagen hat, kannte die Vila Podvin noch nicht und auch nicht die Aktion „So schmeckt Radol’ca“ – also eine willkommene Ausrede für einen wunderbaren Abend in der Vila Podvin.

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Uroš Stefelin hat im Rahmen dieser nun seit vier Jahren so erfolgreichen Aktion ein Damen- und ein Herren-Menü auf die Karte gezaubert. Hier eine kurze Beschreibung:

Bildschirmfoto 2016-11-27 um 12.26.30.pngDie Damen starteten mit einer Topinambursuppe mit knusprigen Chips und Hanföl.

Bildschirmfoto 2016-11-27 um 12.25.26.pngWir Männer starteten trotz abendlicher Stunde mit einem deftigen Oberkrainer Frühstück: Polenta mit Grammeln oder Griefen (wie wir Deutsche sagen) einem poschierten Ei, Kartoffelschaum und gerösteten Zwiebeln.

bildschirmfoto-2016-11-27-um-12-34-45Für die Damen gab es dann als Hauptspeise knusprig gebratene Regenbogen-Forelle mit Merrettich-Birne und Gemüsecreme.

Bildschirmfoto 2016-11-27 um 11.57.14.pngFür uns Männer: Schweinerücken-Filet, knusprigen Schweinebauch, Käsestrukli, einer leichten Gemüsegarnitur und Thymianschaum.

Bildschirmfoto 2016-11-27 um 11.56.06.pngVereint waren wir dann in einer Dessert-Orgie: Birnen im Teig, Buchweizen Popcorn,
Schokoladenmousse mit Honig und Karamell-Eis. Jammie!!!!

Bildschirmfoto 2016-11-27 um 11.24.53.pngUroš macht es einem leicht, hier zum Stammgast zu werden. Er ist schließlich einer der besten Köche Slowenien. Wir sind es seit langem und ich bin sicher, Rolf und Simona kommen auch wieder. Ein Besuch des Bauernmarktes der Vila Podvin am nächsten Samstag (an jedem ersten Samstag im Monat) ist – so glaub ich – bei ihnen bereits eingeplant. Der Bauernmarkt von Uroš ist eine Super-Idee: Hier gibt er seinen heimischen Lieferanten die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren, verkosten zu lassen und sie auch direkt zu verkaufen.

 

Links: Radovljica; So schmeckt Radovljica, Uros Stefelin; Vila Podvin

Neu bei „So schmeckt Radol’ca“: Die Gostilna Tavčar in Begunje.


Bildschirmfoto 2016-11-14 um 17.50.10.pngUnd das macht natürlich neugierig. Mitja Krnc, ein Chef der „alten Schule“ – wie er von sich selbst sagt, hat die Gostilna in Avseniks Heimatdorf Begunje erst im vergangenen Jahr übernommen.

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Dieses Jahr ist er das erste Mal dabei und das war ein guter Grund, dieses typisch slowenische, traditionelle Gasthaus zu besuchen. Es ist schnell nach seiner Wiedereröffnung auch zu einem Treffpunkt der Einheimischen geworden, was immer ein gutes Zeichen ist.

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Also – die Familie zu einem gemeinssamen Test einladen und nichts wie hin zu einem gemütlichen Sonntags-Lunch. Die warme, gemütliche Atmosphäre fängt einen sofort ein, auch Baby Oskar war willkommen und fühlte sich wohl.

Klarerweise mussten wir das „So schmeckt Radol’ca“-Menü ausprobieren und das war bei Gott keine schlechte Wahl:

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Nach Einladung auf ein Willkommens-Glas Sekt begann das Menü mit einer Perlhuhn-Pate, marinierten Tepka-Birnen, die eine echte Spezialität der Region sind, dazu frisches, noch ofenwarmes Buchweizen- und Wallnussbrot.

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Das Angus-Rumpsteak als Hauptgang war für jeden von uns auf den Punkt zubereitet, trotz  – vier Personen mit vier verschiedenen Wünschen – und bei der Qualität sind die 16,- Euro für das Menü ein absoluter Hit.

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Das Dessert war der abschließende Höhepunkt für Gaumen und Auge: Leicht-flaumige Teigtaschen, gefüllt mit Zwetschgen-Sauce und Erdbeeren.

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Das Tavčar sieht uns wieder. Danke, Mitja.

Links: Tourismus-Information Radovljica; So schmeckt Radol’ca; Gostilna Tavčar