Radovljica’s verborgene Schätze: Kropa und die Gostilna Kovač.


Die Umgebung von Radovljica ist immer wieder für eine Überraschung gut. Vor den größeren Ereignissen wie dem Festival der Schokolade im April ist es jetzt eine gute Gelegenheit, ein wenig auf dei Suche nach den verborgenen Schätzen rund um Radovljica oder  Geheimtips nachzugehen. Einen solchen Tip hab ich von guten Freunden kürzlich bekommen und mich mal auf die Socken gemacht.Bildschirmfoto 2017-01-28 um 14.12.41.pngZiel war ein kleines Dorf, nicht weit weg, das zur Gemeinde Radovljica gehört: Das Dorf Kropa. Es ist bekannt als Zentrum des Schmiedehandwerks in Slowenien. Der Aufschwung begann bereits im 14. Jahrhundert. Die ältesten Schmelzöfenreste Europas wurden hier gefunden. Die Kroparica, ein rasch fließender, steiler Gebirgsbach fließt durch das Dorf. In der ersten Hälfte des 19, Jahrhunderts drehte er auf einer Länge von 1.200 Metern noch 50 Wasserräder für die Blasebälge und Hammerwerke von Gießereien und Schmieden. Kropa steht komplett unter Denkmalschutz.Bildschirmfoto 2017-01-28 um 14.10.08.pngDas Dorf hat sich seinen mittelalterlichen Charakter komplett erhalten und es gibt eine Menge Dinge zu sehen. Das heutige Aussehen von Kropa wurde von der Jahrhunderte langen Schmiedetradition geprägt. Am Bach entlang, der oberhalb der Siedlung entspringt, reihen sich an beiden Seiten des Tales alte Hammerwerkshäuser aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert eng aneinander. Die Architektur spricht für sich selbst: große Häuser mit vielen kleinen Fenstern, Portale aus grünem Stein, geschmiedete Dekorationen.

Ein Schmiedemuseum lädt einBildschirmfoto 2017-01-28 um 14.11.38.pngBildschirmfoto 2017-01-28 um 14.10.54.pngund die Esse Vice ist allein einen Besuch wert. Die Esse ist ein teils aus Stein, teils aus Holz gebautes Gebäude, in dem über 120 verschiedene Nagelarten handgeschmiedet wurden. Wasserräder betrieben Bälge, die dann das Feuer in den Essen, die von mehreren Schmieden gemeinschaftlich verwendet wurden, schürten. In der Esse Vice ist die noch erhaltene Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert zu sehen: drei Schmiedefeuerstellen (Essen), Schmiedeambosse, Werkzeuge, Bälge und ein Wasserrad.

Bildschirmfoto 2017-01-28 um 14.29.07.pngIn einem dieser alten Handwerkshäuser befindet sich die Gostilna Kovač und die ist eine kleine Sensation. Ein ambitioniertes Paar yaubert hier Köstlichkeiten auf den Tisch, die man in diesem verborgenen Winkel nie vermuten würde.

Das Angebot des kleinen Familiengasthauses basiert auf hausgemachter Küche: Kalbseintopf, Buchweizensterz, Fleisch aus der Hausschlachtung, Buchweizenomeletten und vor allem die Štruklji (Teigrollen mit verschiedensten Füllungen).Bildschirmfoto 2017-01-28 um 14.16.57.png

Zum Feiertag von Kropa – dem Tag der Schmiede am 2. Juli und auf Bestellung stehen traditionelle Gerichte aus Kropa, wie Fižolovec (Bohnengericht) und Žonta (Eintopf aus Kalbsleber) zur Verfügung. Im Weinkeller befinden sich auserwählte Weine aus allen Weinregionen Sloweniens.
Das Kovač – zu Deutsch: Der Schmied – ist genau die richtige Belohnung für einen ausgedehnten Besuch des Dorfes Kropa. Schade, das die Gostilna Kovač nicht an der Aktion „So schmeckt Radovljica“ teilnimmt. Das wäre eine echte Bereicherung.

 

 

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