Kommendes Wochenende: Die 10. Mošnje-Tage in Mošnje bei Radovljica und ein bemerkenswertes Römisches Menu.


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In der Nähe des Dorfes Mošnje stieß man im Jahr 2006 beim Bau der Autobahn auf eine außerordentliche Entdeckung. Unter den Erdschichten war ein römisches Landgut aus dem 1. – 4. Jahrhundert versteckt. Das Geheimnis dieser Tage offenbart sich jetzt langsam unseren Augen: Es stellte sich heraus, dass es sich um eine einmalige Entdeckung aus der Zeit der römischen Besiedlung dieses Gebietes handelt. Die erforschten Gebäude und zahlreiche Fundgegenstände zeigen, dass die Siedlung vor fast 2000 Jahren entstand und ununterbrochen etwas weniger als 400 Jahre dauerte.

Die Siedlung zeigt alle Merkmale eines römischen Landgutes (Villa Rustica), das aber vielleicht auch die Funktion einer Straßenstation (Mansio) hatte. Diese Vermutung erhärtet die Trasse einer alten römischen Straße westlich von den erforschten Objekten.

Grund genug, die 10. Mošnje-Tage vom 22. bis 24. Sept. der Zeit der Römer zu widmen.

Die erste Veranstaltung der Mošnje-Tage beginnt am Freitag, den 22. September. In diesem Jahr ist es besonders römischen Zeitrechnung wegen der archäologischen Stätte von Mošnje Villa Rustica gewidmet – die Reste einer Villa aus dem 1. Jh., Die im Jahr 2006 entdeckt wurde, um die Autobahn Gorenjska zu verlängern

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Uroš Šteffelin, der Chef des oberkrainer Schlemmertempels Vila Podvin hat dazu recherchiert und möchte mit einem Angebot der alten Römischen Küche an diesem Wochenende ein Römischer Gourmet-Fest feiern. Die Römer waren Meister auf dem Gebiet der Kochkunst. Köche waren sehr geschätzte und angesehene Künstler.

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In Mošnje wird die Tradition der Römer durch Reste aus dem im Museum erhaltenen Gebiet wiedererweckt. Möchten Sie die römische Küche probieren?

Bildschirmfoto 2017-09-20 um 16.26.49Uros’s Menü:

Der Geschmack der Römerzeit

Wild Pastete
Trüffel mit Honig
Kohlrabi-Creme
Selleriesalat mit Rosinen und Pinienkernen
***

Selleriesuppe
Gerste und Gemüse

***
Schweinefleisch mit Honig glasier und mit Speck ummantelt
Grüner Pfeffer, Pinienkerne, getrocknete Feigen und Minze Sauce, Saurer Rübe und Gebäck
Kürbis in einer Kümmel-Sauce
Fladenbrot

oder

Filet von der Seebrasse
Linsen mit Pilzen
Oliven mit Karotten und Kreuzkümmel
Dill-Sauce

***

Cottagekäse-Knödel im Glas
Apfelsoße
Rosinen-Eis

3 Gänge: 18 EUR
4 Gänge: 25 EUR

Ich hätte nie gedacht, dass gute Küche von heute so wenig von der der Römerzeit abweicht!

Reservierungen: info@vilapodvin.si

Das nächste Wochenende verspricht  viel „Süßes“ in Radovljica und Umgebung:

Die römisch thematisierten Mošnje-Tage.

Das römisches Fest in Vila Podvin,

Das Fest des Honigs in Lesce mit speziellen Honig-Menüs in ausgewählten Restaurants.

Vom 22.-24. September können Sie diese speziellen Menüs in ausgewählten Restaurants genießen:

Gostilna Lectar, Lambergh Chateau & Hotel, Gostilna Kunstelj, Gostišče Draga und Gostišče Tulipan, mit 3-Gänge-Menüs für nur 15 Euro pro Person (außer Kunstelj Inn – 25 Euro).

 

 

Der Petrusberg über Begunje oder „Warum sich Slavko Avsenik einen Geländewagen kaufte.“


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Eine Wanderung auf den Petrusberg gibt die Antwort.

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Der Petrusberg mit seiner kleinen Kirche auf 839 m ist wohl einer der schönsten Aussichtspunkte der Oberkrain. Er tront über Slavko Avseniks Heimatdorf Begunje. Ein Wanderweg beginnt gegenšber der Avsenik-Gastwirtschaft und führt hinauf, eine knappe Stunde sollte man dafür einplanen.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.40.38.pngIch hab das Glück, Sašo Gašperin, Wanderführer und Chef des Tourismus-Center Begunje gut zu kennen. Er wird mit mir hinauf steigen und hat mir dabei ein unvergessliches Erlebnis versprochen.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.46.55.pngDer Petrusberg war der Lieblingsberg von Slavko Avsenik, schon als Kind war er oft dort oben. Er liebte die unglaublich schöne Aussicht, die man von dort hat, über Bled mit seinem See bis zum Triglav oder zur anderen Seite auf das Dorf Begunje und das gesamte Radovljica Becken. Aber das Wichtigste: Dort oben lebt seit 5 Jahren in der Messnerei der Petruskirche ein bezauberndes Paar: Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.49.11.pngMilka Močnik und Milan Misir. Milka scheibt, hat drei Poesiebücher veröffentlicht, Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.55.10.pngSie betreiben noch eine kleine Landwirtschaft,Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.57.17.pngkümmern sich um die Kirche und haben dort oben zwei Kinder großgezogen, die Sommers wie Winter zu Fuß zur Schule gehen mussten. Und die Winter können dort hart sein.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 14.54.46.pngMilkas Sohn Marko aus erster Ehe hat es mittlerweile immerhin zum Professor für Philosophie gebracht.

Das alles führte dazu, dass er sich Slavko einen Geländewagen kaufte. Er wollte, besonders in seinen letzten Jahren, jede freie Minute mit seinen guten Freunden an diesem Platz verbringen.

Der Glockenklang der Kirche inspirierte Slavko auch zu einem seiner bekannten Stücke: „Die Glocken von St. Peter“, das er für seinen Enkel Sašo geschrieben hat. Dazu veranlasste er, dass das Geleute der Glocken aufgenommen wurde, um ihm beim Komponieren als Inspiration zu dienen. Er hat fast jedem Berg hier ein Werk gewidmet.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 14.43.06.pngBildschirmfoto 2017-09-15 um 14.55.29.pngDiese Fotos von den letzten Treffen in der Messnerei stammen vom Oktober 2014, also kurz vor seinem Tod.

Milkas Vater, der Oberjäger der Region, war mit Slavko Avsenik sehr eng befreundet. Slavko begann von nahezu jedem Konzertort in der ganzen Welt eine Postkarte an ihn zu schreiben und Milka hat sie alle in einem dicken Album aufgehoben.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.55.10Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.59.40.pngIch durfte es mir anschauen. Den Besuch bei diesen bezaubernden Menschen werd ich nicht vergessen.

Danach wartete die nächste Überraschung: Die Kirche des Heiligen Petrus – ein unglaublicher Kulturschatz. Auf dem Berg gibt eine prähistorische Höhle, der man schon immer magische Kräfte zuschrieb. Keltische Funde und römische Opfergaben fand man hier.Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.33.pngBildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.33.pngUnd dieser Kultplatz dürfte auch der Grund gewesen sein, dass man hier um 1400 begann, eine Kirche zu bauen. Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.07.03Die berühmten Fresken stammen vom Meister Jernej aus Skofa Loka und sind bereits um 1500 entstanden. Die Kirche war ein wichtiger Pilgerort. Die ersten, von Pilgern in die Fresken geritzten Daten beweisen das.

Bildschirmfoto 2017-09-15 um 20.06.02.pngEin paar hundert Meter weiter hinauf kommt man zur Sankaška Koča, zur Schlitten-HütBelohnt mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Bled See und dahinter die Julischen Alpen mit dem Triglav. Bildschirmfoto 2017-09-15 um 19.15.28.png

Die Entstehung der Hütte hat auch viel mit Slavko Avsenik zu tun. Die Jungens von hier hatten die Aufgabe, im Winter das Heu mit Schlitten ins Tal zu bringen –  mit dem Effekt, dass sie alle gute Schlittenfahrer waren, auch Slavko Avsenik. Der harte Job wurde dann auch zum Hobby und so war es kein Problem, Slavko zu überzeugen, dass sie hier oben eine Hütte brauchten. Slavko gab auf dem Petrusberg ein großes Konzert und mit dem Erlös wurde die Hütte gebaut und natürlich widmete er ihr auch ein Musikstück: Die Sankaška Polka. Hier klicken zum Anhören.

Ein unglablicher toller Tag liegt hinter mir. Danke Sašo, Milka und Milan.

Wer mit Sašo gern auch einmal so etwas unternehmen möchte: Er ist zu buchen: www.begunje.si oder begunje@radolca.si

Links:  Tourismus Info Radovljica  –  Tourismus Info Begunje (Sašo)  –  Petrusweg   – Gostilna Avsenik