Der Duft wilder Narzissen…


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Es scheint, dass der Winter noch einmal kurz zurückkommen will hier in der Region, trotzdem – warm anziehen und raus auf eine kleine Wanderung mit einer großen Überraschung:

Unweit von Radovljica, inmitten der Bergwelt der Karawanken, nahe der österreichischen Grenze am slowenischen Ausgang des Karawankentunnels, liegt Jesenice. Dieses kleine Städtchen ist aus der Vergangenheit bekannt durch seinen historischen Eisenerz-Abbau. Aber da gibt es noch einige erwähnenswerte Dinge: Der „Hausberg“ von Jesenice ist der Golica, zu deutsch der Kahlkogl. Fans von Avsenik kennen ihn, weil Slavko ihm sein wohl berühmtestes Werk gewidmet hat: „Na Golici“ – auf dem Golica, zu Deutsch besser bekannt als das „Trompetenecho“.

Jesenice ist der beste Ausgangspunkt für eine Reihe wunderbarer Wanderwege hinein in die Welt der Karawanken. Unter anderem beginnt man hier auch auch am besten die Wanderung hinauf auf den Golica.

Mit dem Auto gehts von Jesenice hinauf auf die Planina Podgorico, die Golica Alm. Und von hier beginnt die Wanderung. 11 nicht sehr anspruchsvolle Kilometer, die aber die hier versprochene Riesen-Überraschung bergen. 2 Stunden, 20 Minuten kann man bis zum 1835 m hohen Gipfel veranschlagen. Auf halben Weg auf 2.500 m lädt die urige Golica-Hütte zu einer kurzen Rast ein. Hat šbrigens schon offen! Von hier aus auf den Gipfel hinauf führt uns der Weg Ende April und den ganzen Mai hindurch durch ein einmaliges Wunder der Natur, für das sich der Ausflug über die Grenze immer lohnt: Die südlichen Ausläufer des Golica sind bedeckt mit wilden Narzissen! Eine derartige Dichte und Pracht findet man so schnell nicht mehr.

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Ein atemberaubender Anblick, der von der traumhaften Aussicht vom Golica Gipfel kaum getoppt werden kann.

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Von hier oben öffnet sich eine der schönsten Aussichetn auf die Kawanken und auf die Julischen Alpen. An schönen Tagen sieht man bis ins Becken von Ljubljana. Auf dem Abstieg zischt dann das Bier in der Golica-Hütte besonders gut.

Ich kann die Tour nur empfehlen. Sie ist wirklich nicht besondes schwierig – sogar ich hab sie geschafft – ist auch für Familien mit Kindern machbar.

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Der Triglav ruft!


Man sagt hier in Slowenien, dass jeder echte Slowene einmal auf dem dem Triglav gewesen sein muss. Als Wahl-Slowene hab ich mir das zu Herzen genommen und die Besteigung von Sloweniens nationalem Symbol und höchstem Berg steht für Ende Mai ganz oben in meinem Programm. Ist nicht so weit weg von hier. Von Radovjlica ist es ein kurzer Anfahrtsweg entweder über Pokljuka oder über das Vrata-Tal (auf dem Weg nach Planica). Aber vorher gibts noch etwas zu tun:

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Ist zwar machbar auch für ungeübte Bergwanderer aber etwas zusätzliche Fitness dafür tanken ist sicher kein Fehler. Also…. Also, das Foto vom Gipfelturm mit mir drauf ist versprochen!

Bildschirmfoto 2016-04-23 um 12.26.30.pngDer Triglav mit seinen 2.864 m liegt inmitten des Triglav-Nationalparkes. Sein Name kommt sicher von der unverwechselbaren Silhouette mit seinen drei Gipfeln. Die findet sich auch im slowenischen Wappen und in der Slowenischen Flagge wieder.

Mit einer Größe von 880 Quadratkilometern macht der Nationalpark vier Prozent der gesamten Fläche Sloweniens aus. Bereits im Jahr 1924 wurde ein Teil dieses Gebietes zum „Alpinen Schutzpark“ ernannt, weshalb der Nationalpark zu einem der ältesten Europas zählt. Der im nordwestlichen Teil Sloweniens gelegene Nationalpark grenzt direkt an Italien und ist auch nicht weit von der österreichischen Grenze entfernt. Er liegt im südöstlichen Teil des Alpenmassives und deckt sich fast vollständig mit dem östlichen Teil der Julischen Alpen.

Der Park ist ein Paradies für Wanderer. Er ist durchzogen von gut ausgeschilderten Wanderwegen in allen Schwierigkeitsgraden aber auch mit einer Auswahl wirklich famlienfreundlicher Möglichkeiten. Unzählige Hütten laden zum Rasten ein und alles wird auf Schritt und Tritt mit traumhaften Aussichten belohnt: mehr als 400 Gipfel über 2000m liegen im Park, Bildschirmfoto 2016-04-23 um 15.07.16.png zahlreiche Gebirgsseen, atemberaubende Wasserfälle, das wildromantische Soča- oder Isonco-Tal mit seinen aussergewöhnlichen Naturschönheiten und seinem großen Angebot von Adrenalinsportarten.Bildschirmfoto 2016-04-23 um 15.16.41.png

Die besten Ausgangspunkte für einen Besuch des Triglav-Nationalparks sind Radovljica und Bled, Bohinj oder Trenta. In diesen Orten wurden Informationszentren eingerichtet, die keine Wünsche offen lassen. Laufende Ausstellungen, Multimediashows und Gratis-Informationsmaterial – es ist gut so einen Ausflug in einem dieser Zentren zu beginnen. Man steht Ihnen aber auch gern bei Planung und Buchungen im Vorhinein zur Verfügung. Die Links finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Für die, die Trenta als Ausgangspunkt wählen, habe ich einen echt guten Tip, eine kleine Muss-Wanderung, wenn man mehr über den Nationalpark erfahren möchte:

Der Pocar-Hof. Er ist einer der ältesten Bauernhöfe des Triglav-Nationalparks und seine ersten Erwähnungen stammen bereits aus dem Jahr 1640. Das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude sind denkmalgeschützt und als Museum eingerichtet, so dass Leben, Arbeit und bauliches Erbe der vergangenen Jahrhunderte für den Besucher dokumentiert werden. (ist aber auch über Mojstrana mit dem Auto zu erreichen :-))

Bildschirmfoto 2016-04-23 um 15.31.54.pngWenn jemand längere Wanderungen über mehrere Tage plant: es stehen viele Hütten für Übernachtungen zur Verfügung. Aber es ist gut, vorher zu buchen. Auch dabei hilft man Ihnen gern in einem der drei Info-Zentren.

Für alle, die sich den Triglav-Nationalpark nicht auf Schusters Rappen erobern wollen, gibt es im Juli und August eine interessante Variante: Den Hop on – Hop of Bus durch den Park. Den können Sie am Besten von Bled oder von Bohinj aus benutzen.

Ein paar Tips zum Schluss für die individuelle Anreise mit dem Auto:

Von der italienischen Seite über den Predel Pass, vorbei an der Festung Kluže, über Bovec (Loška Koritnica Tal), den Soča-Fluss entlang oder von Bovec nach Kršovec mit den berühmten Soča-Wasserfällen, von Tolmin aus am Tolminka Fluss entlang ins Bohinj Tal nach Polje, Srednja vas, Koprivnik oder Podjelje.

Aus der Richtung Bled nach Zatrnik, durch das Krnica Tal in das Radovna Tal mit der Vintgar Klamm.

Aus der Richtung des oberen Sava Tals nach Mojstrana the auf der Starsse ins Vrata Tal und in das Radovna Tal mit Kot und Krma nach Kranjska Gora auf der Strasse zum Vršič Pass und Planica.

Ok. Ist das vielleicht ein aufregendes Sommer-Programm? Ich sag Euch, es lohnt sich!

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Links:

Tourismus Information Radovljica Triglav NationalparkTNP Center BledTNP Center BohinTNP Center TrentaPocar Hof  – Slowenische Tourismus Information.

Super. Sweet Radovljica hat nun offiziell einen süßen Weltrekord.


Die größte Tafel Schokolade der Welt wurde hier erzeugt und ins Guinnes Buch der Rekorde eingetragen.

10 x 14 m und 1,4 t schwer. Sloweniens Premier-Minister Miro Cerar durfte das erste Stück probieren.

Neben dem Weltrekord wurden auch noch andere Rekorde gebrochen. Die Zahl der Aussteller aus dem In- und Ausland und auch die Besucherzahl wächst jedes Jahr.

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Schokoladen-Bier, Schokoladen-Wein und alle Schokoladen-Köstlichkeiten der Welt werden angeboten.

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Umrahmt mit einem unglaublich farbigen Unterhaltungsprogramm. Kochkurse, Workshops, Unterhaltung für Kinder, Nachwuchssuche für die berühmten slowenischen Skispringer oder einfach relaxen.

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Da kann man sich dann schonmal wie der Schokoladen-König der Welt fühlen.

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Aber ein frischgezapftes Bier nach all dem Süßen tut dann auch ganz gut. Speziell an so einem sonnigen Tag im Gastgarten der Gostilna Kunstelj mit der schönsten Aussicht Radovljicas.

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Radovljica in Weltrekord-Vorbereitungen.


Das Festival der Schokolade will morgen mit einem Weltrekord eröffnen!

Die größte Schokoladen-Tafel der Welt wird in Angriff genommen und ein Eintrag in das Guinnes Book of Records. Morgen gegen 17.00 wissen wir mehr und halten die Daumen, dass es  klappt.

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Der Initiator dieses Versuches ist die Firma Čokoladnice Cukrček aus der Hauptstadt Ljubljana und die bezaubernde Marketing-Lady Anjeza Barbatovci von Cukrček gewährte mir heute einen Blick hinter die Kulissen während der Vorbereitungen: 140 Quadratmeter, 10 x 14 m und 1,4 t – das sind die angepeilten Vorgaben!

Die Richter von Guinnes Book sind schon aus Großbritannien angereist und Sloweniens Präsident Pahor wird bei der Verkündigung persönlich anwesend sein!

Den derzeitigen Rekord hält eine Firma aus Split, dem Nachbarland Sloweniens und das macht es natürlich noch mal doppelt spannend.

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Der Weg der Schokolade nach Radovljica.


 

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Schokolade und Radovljica – das ist eine interessante Geschichte. Wie kam die Schokolade hier her in die Oberkrain?

Die Atzteken und die Mayas waren mit der Kakaobohne von der Natur gesegnet und akzeptierten Sie als Geschenk der Götter. Aus gemahlenem Kakao, mit Chilli, Vanille und Honig gewürzt, bereiteten sie einen wahrhaften Powerdrink, die “Xocolatl” zu. Die Kakaobutter verwendeten sie als Medizin oder Kosmetik. die Kakao-Bohne war so wertvoll, dass sie in dieser Zeit sogar als Zahlungsmittel verwendet wurde.

Bildschirmfoto 2015-04-10 um 10.19.53Über Columbus und den spanischen Eroberer Fernando Cortes fand sie Ihren Weg nach Europa. Am spanischen Königshof war es das In-Getränk, mit Zucker und Vanille  zubereitet, wurde es zu einem großen Erfolg. Weil die Spanier ein Handelsmonopol auf Schokolade hatten und die Köstlichkeit lieber für sich behielten, dauerte es fast hundert Jahre, bis an alle Höfe Europas Schokolade geliefert wurde: Die „beautiful people“ der damaligen Zeit waren ganz wild auf dieses Getränk der Indios. Unter den so genannten drei „warmen Lust-Getränken“ Tee, Kaffee und Schokolade war die Schokolade rasch das vornehmste und teuerste. Um die Auflagen der Fastenzeit zu umgehen, wurde es sogar zur Medizin ernannt und war dann eben nur in Apotheken erhältlich.

In London entstanden die ersten öffentlichen Schokoladehäuser: Dort muss es ziemlich lebhaft zugegangen sein, was einen nicht wundern darf, denn die Briten versetzten die Schokolade mit Wein oder Whiskey. (Machen sie hier mittlerweile auch:-). Lasst euch beim Festival der Schokolade in Radovljica überraschen).

Offiziell kam die Schokolade 1711 nach Österreich, als Kaiser Karl IV. seinen Hofstaat von Madrid nach Wien übersiedelte. Von dort war dann der Weg nach Slowenien ein logischer.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb die Schokolade ein Luxusgut für die Reichen. Erst als es eine holländische Erfindung ermöglichte, Kakao maschinell zu verarbeiten und die Erträge im Kakaoanbau stiegen, konnten sich auch andere Bevölkerungsschichten Schokolade leisten. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet. In Deutschland vor 200 Jahren, in der Schweiz die erste im Jahr 1819.

In Slowenien am 18. Februar 1896: In einem TrappistenKloster in Brestnica brachten die Mönche ihre zwei Maschinen zur Schokoladenproduktion. Sie bekamen sogar die Erlaubnis von Kaiser Franz Joseph den offiziellen Titel als “K&K-Hoflieferant” zu verwenden.

1922 startete die erste wirkliche Schokoladenfabrik in Lesce mit einer Jahresproduktion von 50 t. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie verstaatlicht und 1958 in GORENJKA, Chocolate Factory Lesce (klick hier) umbenannt.

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2012 feierte GORENJKA das 90. Firmenjubiläum. Und das war Grund genug, das Schokoladen-Festival zu etablieren. Ursprünglich als Jubiläumsfeier geplant entwickelte es sich zu einem regelmäßigen, gut besuchten Festival. Und das war quasi auch die Geburtsstunde des Slogans für Radovljica “Echt süß”.

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Ok, kommenden Freitag gehts wieder los und das 5. Festival der Schokolade wird eröffnet. Über 60 Aussteller aus Slowenien und ganz Europa, ein buntes Rahmen-programm, Verkostungen, Kochshows – 55.000 Besucher werden erwartet. Das genaue Programm findet Ihr hier, einfach auf die Schokoladen-Schrift klicken: Festival Čokolade.

Achtung: Weltrekordversuch: Am Freitag wird ein Weltrekord und Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde angepeilt: Die größte und schwerste Schokoladentafel der der Welt wird präsentiert!

Also, macht euch auf den Weg der Schokolade. Vielleicht sehen wir uns. Ich bin sicher dort!

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Mit dem Schokoladen-Zug nach Radol’ca..


Am 17. April bringt Sie die Schoko-Bahn von Ljubljana zu Sloweniens süßestem Ereignis.

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Kein Stau, keine lästigen Parkplatzprobleme, einfach in den Nostalgie-Zug einsteigen und im Zug schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Festival der Schokolade genießen.

Am Sonntag um 10.45 gehts los in Ljubljana, um 12.04 Uhr kommt er in Radovljica an. Mit viel Unterhaltung an Bord und natürlich mit viel Schokolade. Vom Bahnhof zum Festival-Zentrum sind es keine 5 Minuten! Süßer gehts nicht.

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Dann 3,5 Stunden Schokogenuss in Radovljica und zurück gehts von Radovljica um 15.47. Ankunft in Ljubljana um 17.11. Und dabei genießen Sie Sloweniens bezaubernde Landschaft. Im Ticketpreis sind dazu noch einige Vergünstigungen enthalten, wie eine freie Führung durch das Lebkuchenmuseum und viele andere Rabatte.

Links: Der Schokoladen-ZugFestival der SchokoladeTourismus Information Radovljica