Ein herbstlicher Sonntag-Vormittag in Radovljica: Flohmarkt!


Wie an vielen Sonntagen erwartet uns auch heute wieder einmal ein köstliches Mittagessen. Die Eltern meiner Frau leben in einem kleinen Dorf direkt an dem bezaubernden Bled-See, gerade mal 25 km von unserem Wohnort entfernt. Ich freu mich schon, denn Schwiegermutter ist ein Meister der Oberkrainer Küche.

Wir wollen etwas früher starten, um auf dem Weg dorthin noch etwas zu unter-nehmen, vielleicht ein appetitanregender Spaziergang rund um den See?

Dann eine andere Idee: Es ist der erste Sonntag des Monats. Und das ist Flohmarkt-Tag in Radovljica. Und das mittelalterliche Städtchen liegt genau auf unserer Strecke. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Parkplätze sind ausreichend ganz in der Nähe des Marktplatzes vorhanden und der Linhart-Platz, das historische Zentrum Radovljicas ist das perfekte Ambiente für einen Flohmarkt. Ich kann mir kein besseres vorstellen. Radovljica wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt, erlebte im Mittelalter einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich durch eine extrem unversehrt erhaltene Architektur dess Ortskernes noch heute gut nachvollziehen lässt.

Die Trödelhändler haben ihre Stände aufgebaut und das große Stöbern beginnt.20141005_09462620141005_095354

Das Angebot ist vielfältig und bunt und ich erstehe zum Schluss ein altes Bienenstock-Stirnbrettchen als Souvenir. Nicht ohne Grund, denn Radovljica ist das Zentrum der slowenischen Imkerei, die traditionelle Malerei auf diesen Brettchen hat hier begonnen und im berühmten Bienenmuseum hier sind mehr als 600 verschiedene Sujets zu bewundern, die durch ihre Bemalung und ihre Farben den Bienen den rechten Weg zu ihrem Stock zeigten.

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Die Cafes rund um den Linhart-Platz haben ihre Tischchen noch draußen. Eine Tasse Kaffee hier und dann Anregungen aufnehmen. Davon gibt es genug: Nächste Woche beginnt hier ein internationaler Chopin-Wettbewerb, das gastronomische Highlight der Region, „So schmeckt Radolca“ im November, genau mir gegenüber ist eines der ältesten und besten Restaurants Sloweniens, die Gostilna Lectar, mit Ihrem Lebkuchen-Museum und ein Lebkuchen-Workshop dort steht auch noch auf meinem Programm.

Ein Blick über den Platz lässt mich auch schon auf die kommende Adventszeit freuen, wenn sich der Platz mit einem Lichtermeer in einen der romantischsten

Christkindl-Märkte verwandeln wird. Ich kann den Glühwein schon riechen.

Alles in allem ein heißer Tipp speziell für meine Freunde aus Österreich: Es ist nur ein Hupfer von der Grenze nach hier, ob vom Loibl oder vom Karawanken-tunnel und ein Tagestrip lohnt sich immer.

4 Gedanken zu „Ein herbstlicher Sonntag-Vormittag in Radovljica: Flohmarkt!

  1. das macht so richtig an, wenn’s von Nord Baden nicht so weit wäre, aber jedem der in Richtung Slowenien faehrt, werde ich diesen Tip ans Herz legen…
    und vielleicht schaffen wir es doch auch noch mal

    Liken

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